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Seit Juni 2004 befindet sich in den Fensterbögen der Aegidienkirche die Installation Einleuchtungen von Inge-Rose Lippok.
„Ich merkte, dass die Aegidienkirche für mich der Raum schlechthin war, der mich interessierte. Das hat eine Vorgeschichte. Ich hatte 1999 dort eine Installation zur Musik des polnischen Komponisten Goretzki und habe mich in dieser Zeit sehr mit dem Raum auseinandergesetzt. Beim Installieren meiner Objekte und Lautsprecher bin ich mit der Hebebühne nach oben gefahren. Ich schwebte in der Luft in der Höhe des Raumes, da, wo früher das Dach war, das dann abgebrannt ist. Ich nahm den Raum für mich ein, ich besetzte und erspürte diesen sozusagen luftleeren Raum und im Gegenzug eroberte mich der Geist dieses Luft-Raumes. Ich merkte, dass diese Ruine für mich der absolute Raum ist.“
„Der Titel kam zum Schluss dazu. Ich weiß, dass ich in einem Gespräch mit Manfred Wolf, Kunstkritiker aus Witten, der viele meiner Projekte eröffnet hat, erzählte, dass ich so unsicher war über den Titel. Und er sagte: ‚Beschreib doch einfach mal: Was willst du denn?‘ Und ich beschrieb, was ich machte. Dass ich eigentlich das Licht, was ja da ist, was von oben und von den Seiten hereinströmt, dass ich das vorhandene Licht so bearbeiten möchte, dass es deutlicher wird. Der Titel müsste diese Idee vom Licht verstärken, und zwar eigentlich das innere Licht, das geistige Licht, das Licht des Geistes, was ich für mich da gesehen habe. Und ich sagte: ‚Es ist ja das Besondere, dass es eben von außen und oben nach innen kommt, dieses Licht, also im Grunde leuchtet es ein‘. ‚Und so‘, sagte Manfred Wolf, ‚hast du es doch gerade benannt.‘ ‚Stimmt!‘, sagte ich, ‚Einleuchtungen‘. ‚Ja‘, sagte er, ‚so hast du es erklärt.‘ So kam es zustande.“
Zerstörte Schönheit
Splitter Ingrid Frank
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